{"id":263,"date":"2018-07-25T19:41:54","date_gmt":"2018-07-25T19:41:54","guid":{"rendered":"https:\/\/musikphilosophie.ch\/?page_id=263"},"modified":"2018-07-26T08:30:45","modified_gmt":"2018-07-26T08:30:45","slug":"ein-ton-universen-klassifikation-der-toene","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/musikphilosophie.ch\/?page_id=263","title":{"rendered":"Ein-Ton-Universen (1TU): Klassifikation der T\u00f6ne"},"content":{"rendered":"<p>Ein-Ton-Universen (1TU) sind praktisch gesehen eine Klassifikation und Untersuchung aller m\u00f6glichen einzelnen T\u00f6ne. Eintonunversen sind <strong>\u03a8<\/strong>-Universen, in <strong>\u03a6<\/strong>-Universen gibt es keine Eintonuniversen, weil jeder Ton mit Dauer &gt; 0<em>s<\/em> zerlegt werden kann in mehrere T\u00f6ne. Es ist eine experimentelle Aufgabe, Einzelt\u00f6ne zu definieren, die als einzelne T\u00f6ne wahrgenommen werden. Dies beginnt bei Klicks, die keine kognitive Dauer haben und endet bei langen T\u00f6nen, die kognitiv nicht in mehrere T\u00f6ne zerlegt werden (k\u00f6nnen).<\/p>\n<p>Ein-Ton-Universen geben Aufschluss \u00fcber Eigenschaften einzelner T\u00f6ne auch innerhalb umfangreicherer Kompositionen (wichtig etwa zur Modellierung\/Analyse tats\u00e4chlich erklingender Musik)<\/p>\n<p><em>Frage:<\/em> Kann man unterscheiden in Ein-Ton-Universen auf Basis konstanter Frequenzen im zugrundeliegenden <strong>\u03a6<\/strong>-Universum und solchen mit nicht-konstanten Frequenzen (z.B. Heult\u00f6ne)?<\/p>\n<p><em>Frage:<\/em> Ist die Abgrenzung von Ein- und Mehrton-<strong> \u03a8<\/strong>-Universen hart oder fliessend?<\/p>\n<h3><strong>Identit\u00e4tskriterien:<\/strong><\/h3>\n<p>Im ersten Augenblick scheint es widersinnig, von Identit\u00e4tskriterien f\u00fcr Eintonuniversen zu sprechen, weil ja nur ein Objekt vorliegt. Allerdings kann hier der Grundstein gelegt werden zur Vermeidung des Quineschen Problem fehlender Identit\u00e4tskriterein f\u00fcr Intensionen.<\/p>\n<p>Die Eigenschaften eines Eintonuniversums sind Intensionen. Intensionen werden eindeutig bestimmt dadurch, dass ihr ontologischer Status das Universum sprengt. Ob zwei Instanzen einer Intension Verk\u00f6rperungen derselben intension sind, l\u00e4sst sich nur ausserhalb des Universums entschieden (siehe dazu D.W. Mertz: <em>Moderate Realism and its Logic<\/em>) . So ist etwa die Qualia R<sup>n<\/sup><sub>i<\/sub> der Tonstufe (z.B. terzig&#8230;) im Moment des Erklingens von T\u00f6nen gegeben, die zugeh\u00f6rige Relation R<sup>n<\/sup> befindet sich jedoch ausserhalb des Universums.<\/p>\n<p>Eine charakteristische Eigenheit musikalischer Universen ist, dass sie immer eingebettet sind in h\u00f6here Universen (H\u00f6rer mit ihrem Wahrnehmungsapparat). Intensionen lassen sich vermutlich allgemein nur in Universen identifizieren, in denen die Universen mit ihren Instanzen eingebettet sind (sie sind ein Metaph\u00e4nomen).<\/p>\n<p><strong>These:<\/strong> F\u00fcr die Identit\u00e4t leibnizscher Art z\u00e4hlen in einem Universum nur die <em>internen<\/em> Eigenschaften. F\u00fcr Eintonuniversen bedeutet dies im Modell: Alle Eint\u00f6ne sind identisch, die dieselbe Tonh\u00f6he, Tondauer, Lautst\u00e4rke und Tonigkeit haben. Aus der Sicht des Metauniversums gibt es prinzipiell unendlich viele Instanziierungen solcher Eint\u00f6ne (eine Mannigfaltigkeit identischer Universen).<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"566\">\n<h3>Rein physikalisch:<\/h3>\n<p>&#8211; T\u00f6ne idealisiert als nicht weiter aufteilbare Elemente aus einem Kontinuum in Tonh\u00f6hen, L\u00e4ngen und Lautst\u00e4rken<br \/>\n&#8211; T\u00f6ne mit Innenstruktur<br \/>\no <em>Welche Kriterien? (Nicht in mehrere T\u00f6ne unterteilbar. Ist das in jedem Fall eine perzeptive Kategorie?)<\/em><br \/>\n&#8211; T\u00f6ne mit Eigenschaften aus einer unendlichen\/endlichen Matrix aus Tonh\u00f6hen, L\u00e4ngen und Lautst\u00e4rken<\/p>\n<h3>physikalisch und perzeptiv:<\/h3>\n<p>&#8211; Matrizen werden anhand der physiologischen Differenzierungsf\u00e4higkeiten definiert<br \/>\n&#8211; Grenzen der physiologischen Wahrnehmbarkeit (tiefe, hohe. laute, leise etc.)<br \/>\n&#8211; Unterscheidung Ger\u00e4usch\/Musik (Musik ist verbunden mit einer Formalisierung\/Abstrahierung [Regelm\u00e4ssigkeit\/Voraussehbarkeit von Wellenentwicklungen]. Hier gibt es bereits Hinweise auf die Beanwortung der Frage, wie muss \u00abMusik\u00bb definiert werden.<br \/>\n&#8211; L\u00e4ngen: wo h\u00f6rt die Diskriminierungsf\u00e4higkeit auf und beginnt etwa eine amorphe Kategorie <em>sehr lang<\/em>?<br \/>\n&#8211; Wie werden T\u00f6ne als Elemente, als zusammengesetzte T\u00f6ne wahrgenommen.<\/p>\n<p>Gibt es (physiologisch starre und reproduzierbare) Korrelationen von Bewegungen und Beschaffenheit von Eint\u00f6nen bei der emotionalen Bewertung. Untersuchungen dazu k\u00f6nnten bereits Hinweise auf die feste physiologische Programmerung von Emotionalit\u00e4t geben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein-Ton-Universen (1TU) sind praktisch gesehen eine Klassifikation und Untersuchung aller m\u00f6glichen einzelnen T\u00f6ne. Eintonunversen sind \u03a8-Universen, in \u03a6-Universen gibt es keine Eintonuniversen, weil jeder Ton mit Dauer &gt; 0s zerlegt werden kann in mehrere T\u00f6ne. 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