{"id":400,"date":"2018-08-01T09:05:04","date_gmt":"2018-08-01T09:05:04","guid":{"rendered":"https:\/\/musikphilosophie.ch\/?page_id=400"},"modified":"2018-08-01T09:05:04","modified_gmt":"2018-08-01T09:05:04","slug":"platon-und-das-geheimnis-von-atlantis","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/musikphilosophie.ch\/?page_id=400","title":{"rendered":"Platon und das Geheimnis von Atlantis"},"content":{"rendered":"<p>Die Weltentstehungstheorien des Rigveda finden ein Echo in den Werken Platons \u2013 wie Platon selber erw\u00e4hnt \u00fcber den Umweg der \u00e4gyptischen Philosophie \u2013, vor allem in den Dialogen Timaios, Kritias und dem achten Buch des \u00abStaates\u00bb.<\/p>\n<p>Im diesem achten Buch entwirft Sokrates im Dialog mit Glaukos ein System der m\u00f6glichen Staatsformen. Die Betrachtung beginnt mit der Timokratie, das heisst, einer Form, in der die B\u00fcrgerrechte von Einkommen und Verm\u00f6gen abh\u00e4ngig sind. Am Anfang dieser Beschreibung wiederum steht wie ein Fremdk\u00f6rper eine Legende um die richtige Fortpflanzung des Volkes:<\/p>\n<blockquote><p>Eures Geschlechtes fruchtbare und unfruchtbare Zeiten werden die F\u00fchrer des Staates, m\u00f6gt ihr sie auch zu Weisen erzogen haben, nicht durch Verstand noch Gef\u00fchl richtig treffen. Der richtige Augenblick eilt an ihnen vorbei, und so zeugen sie Kinder zur Unzeit. Dem g\u00f6ttlich Gezeugten ist ein Umlauf gesetzt, den die vollendete Zahl ihm bestimmt, f\u00fcr den sterblich Gezeugten aber jene Zahl, in der sich als der ersten Zahl Wurzeln und Potenzen vervielf\u00e4ltigen, in drei Dimensionen und vier Grenzen; Gleichheit und Ungleichheit, Mehrung und Minderung schaffen sie, und alles machen sie einander proportional und rational; ihr Grundverh\u00e4ltnis drei zu vier, verm\u00e4hlt mit der F\u00fcnf, schenkt, dreimal vermehrt, zwei Harmonien; die eine ist von gleichvielmal gleichen Zahlen, hundert ebenso oft genommen; die andere, quadratisch einerseits, rechteckig andererseits; in einer Hinsicht hundertmal das Quadrat aus den rationalen Diagonalen der F\u00fcnf, aber jede um eins vermindert, die irrationalen um zwei, in der andern Hinsicht hundert W\u00fcrfel der drei. Dieses also die Zahl, geometrisch gefasst, die Herrin der guten, der schlechten Geburten!<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Der Platon-Forscher James Adams legte 1902 seine Untersuchungen und Deutungen dieser Zahlenangaben vor. Seine Interpretation sieht folgendermassen aus:<\/p>\n<table width=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"331\">&#8230;drei zu vier, verm\u00e4hlt mit der F\u00fcnf&#8230;<\/td>\n<td width=\"312\">3*4*5 = 60<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"331\">&#8230;dreimal vermehrt&#8230;<\/td>\n<td width=\"312\">60<sup>4<\/sup> = <strong>12 960 000<\/strong>. Hoch vier, weil damit die <em>erste<\/em> Zahl <em>dreimal<\/em> vermehrt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Der gleiche Wert ergibt sich, wenn man die zwei weiteren von Platon beschriebenen Verfahren anwendet:<\/p>\n<table width=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"331\">&#8230;ist von gleichvielmal (sechs) gleichen Zahlen, hundert ebenso oft genommen; die andere&#8230;<\/td>\n<td width=\"312\">36*100 = 3600<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"331\">&#8230;quadratisch einerseits&#8230;<\/td>\n<td width=\"312\">3600<sup>2 <\/sup>= <strong>12 960 000<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"331\">&#8230; das Quadrat aus den rationalen Diagonalen der F\u00fcnf&#8230;<\/td>\n<td width=\"312\">die Diagonale eines Quadrates mit Seitenl\u00e4nge 5 w\u00e4re die Wurzel aus 50, also eine irrationale Zahl. Die rationale Ann\u00e4herung ist die Wurzel aus 49, also die 7.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"331\">&#8230;aber jede um eins vermindert, die irrationalen um zwei&#8230;<\/td>\n<td width=\"312\">50-2 = 48<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"331\">hundertmal<\/td>\n<td width=\"312\">48*100 = 4800<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"331\">&#8230;in der andern Hinsicht hundert W\u00fcrfel der drei&#8230;<\/td>\n<td width=\"312\">3<sup>3<\/sup>*100 = 2700<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"331\">&#8230;rechteckig andererseits&#8230;<\/td>\n<td width=\"312\">2700*4800 = <strong>12 960 000<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Das Ganze ergibt eine seltsame Mischung aus pythagoreischer Zahlensymbolik und sokratischer Staatstheorie, in dem das indische Vorbild noch durchzuschimmern scheint.<\/p>\n<p>Noch offensichtlicher werden derartige Verwandtschaften \u2013 und der Bezug zur Musik \u2013 im zehnten Buch des \u00abStaates\u00bb, in dem die Geschichte von Er, die Erlebnisse eines gefallenen Kriegers im Jenseits, erz\u00e4hlt wird. Im diesem, den \u00abStaat\u00bb abschliessenden Mythos liefert Platon eine gewaltige Beschreibung der Sph\u00e4ren und der von ihnen erzeugten Musik:<\/p>\n<blockquote><p>Nach vier Tagen kamen sie an einen Ort, von wo sie ein Licht erblickten, das sich von oben durch den ganzen Himmel und die Erde spannte, ganz gerade wie eine S\u00e4ule, ganz \u00e4hnlich einem Regenbogen, nur pr\u00e4chtiger und klarer; nach einem weiteren Tag kamen sie zu ihm, und dort in der Mitte des Lichtes, sahen sie die Enden seiner B\u00e4nder an den Himmel gebunden. Dieses Licht ist n\u00e4mlich das Band des Himmels, \u00e4hnlich der Gurten der Kriegsschiffe, und h\u00e4lt das ganze schwingende Gew\u00f6lbe zusammen. An diesen Enden ist die Spindel der Notwendigkeit befestigt, durch die alle Umdrehungen geschehen. Schaft und Widerhaken sind aus Stahl, der Wirtel (Quirl) aber gemischt aus Stahl und anderen Stoffen. Die Beschaffenheit des Wirtels ist folgende: Die \u00e4ussere Form entspricht der unserer Wirtel; seinen Worten muss man entnehmen, dass er so aussieht, wie wenn in einem grossen und durch und durch ausgeh\u00f6hlten Wirtel ein anderer kleinerer drinnen sei, der so gut wie ein Eimer in den andern hineinpasse; und ebenso ein dritter, vierter und weitere vier. Im ganzen sind es n\u00e4mlich acht Wirtel, die ineinandergef\u00fcgt sind und von oben ihre R\u00e4nder wie Kreise erscheinen lassen, um den Schaft aber die zusammenh\u00e4ngende Fl\u00e4che eines einzigen Wirtels bilden; der Schaft ist mitten durch den achten Wirtel hindurchgetrieben. Der erste und \u00e4usserste Wirtel hat den breitesten Randkreis, dann folgt in der Breite der sechste, dann der vierte, hierauf der achte, siebente, f\u00fcnfte, dritte und zuletzt der zweite Wirtel. Der Kreis des gr\u00f6ssten ist bunt, der des siebten am pr\u00e4chtigsten, der achte hat die Farbe des siebten, der ihn beleuchtet, die Kreise des zweiten und f\u00fcnften sind einander \u00e4hnlich, doch heller als jene, der dritte hat die weisseste Farbe, der vierte ist r\u00f6tlich, der sechste am zweithellsten. Die ganze Spindel schwingt in einer Kreisbewegung, jedoch die inneren sieben Wirtel schwingen bei dieser Drehung langsam in umgekehrter Richtung. Am schnellsten bewegt sich der achte, am zweitschnellsten und zugleich miteinander der siebte, der sechste und f\u00fcnfte, am drittschnellsten bewegt sich, wie es ihnen erschien, der vierte, dann der dritte und zweite. Die Spindel aber dreht sich im Schoss der Notwendigkeit. Oben auf jedem der Kreise steht eine Sirene, die sich mitdreht und einen einzigen Ton von sich gibt. Aus allen acht klingt eine einzige Symphonie zusammen. Ringsum in gleichen Abst\u00e4nden auf je einem Thron sitzen die drei T\u00f6chter der Notwendigkeit, die Moiren, in weissem Gewande, mit heiligen Binden im Haar: Lachesis, Klotho und Atropos. Sie stimmen ihr Lied zum Gesang der Sirenen an, Lachesis \u00fcber die Vergangenheit, Klotho \u00fcber die Gegenwart und Atropos \u00fcber die Zukunft. Und Klotho greift mit der rechten Hand an die Spindel und hilft der \u00e4usseren Umdrehung nach, immer wieder unterbrechend, Atropos macht es ebenso, mit der linken Hand an der inneren Umdrehung. Lachesis aber greift von Zeit zu Zeit in beide ein, bald da, bald dort.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Die acht Himmelssph\u00e4ren sind die Fixsterne, Saturn, Jupiter, Mars, Merkur, Venus, Sonne und Mond. Sie sind blosse Halbkugeln, die ihren Planeten entsprechende Farben tragen. Dies kann man einer Anmerkung des \u00dcbersetzers Karl Vretska zu der Passage entnehmen<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>.<\/p>\n<p>Die f\u00fcr den Mythos der Sph\u00e4renharmonie gewichtigsten Stellen in Platons Werk sind jedoch die beiden sp\u00e4ten Dialoge Timaios und Kritias, in denen die eigentliche platonische Kosmologie entworfen wird. Im Kritias findet sich \u00fcberdies der ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigte Atlantis-Mythos.<\/p>\n<p>Im Timaios erkl\u00e4rt der Erz\u00e4hler wie bereits erw\u00e4hnt, dass seine Geschichte auf eine \u00e4gyptische \u00dcberlieferung zur\u00fcckgef\u00fchrt werden m\u00fcsse. Dann entwirft er ein grandioses Bild von der Entstehung der Welt, die er als lebenden Organismus auffasst. Die \u00abWeltseele\u00bb entsteht aufgrund arithmetischer Operationen aus einer Ursubstanz:<\/p>\n<blockquote><p>Zwischen dem unteilbaren, keinem Wechsel unterworfenen Sein und dem teilbaren, in den K\u00f6rpern werdenden mischte er aus beiden eine dritte Gattung des Seins; was aber wiederum die Natur des Selben und die des Verschiedenen angeht, so stellte er auch bei diesen je eine dritte Gattung zusammen zwischen dem Unteilbaren von ihnen und dem in den K\u00f6rpern Geteilten. Und diese drei nahm er und vereinte alle zu einer Gestalt, indem er die schwer vereinbare Natur des Verschiedenen gewaltsam mit der des Selben in Einklang brachte und sie mit dem Sein vermischte. Und als er aus Dreien Eins gemacht hatte, teilte er dieses Ganze wieder in soviele Teile, als sich geziemte, deren jeder aus dem Selben, dem Verschiedenen und dem Sein gemischt war. Er begann aber folgende Teilung. Zuerst entnahm er einen Teil dem Ganzen, dann das Doppelte desselben, als Dritten das Anderthalbmalige des zweiten, aber Dreifache des ersten, als vierten das Doppelte des zweiten, als f\u00fcnften das Dreifache des dritten, als sechsten das Achtfache des ersten, als siebenten das Siebenundzwanzigfache des ersten; darauf f\u00fcllte er die zweifachen und dreifachen Abst\u00e4nde dadurch aus, dass er noch mehr Teile abschnitt und sie zwischen dieselben stellte, so dass sich zwischen jedem Abstande zwei Mittelglieder befanden, deren eines um denselben Teil der \u00e4ussern das eine \u00e4ussere \u00fcbertraf, um welchen es von den andern \u00fcbertroffen wurde, das andere dagegen um die gleiche Zahl das eine \u00fcbertraf und dem andern nachstand; da nun durch diese Verkn\u00fcpfungen zwischen den ersten Abst\u00e4nden anderthalb-, vierdrittel und neunachtelmalige Abst\u00e4nde entstanden, f\u00fcllte er mit dem neunachtelmaligen Abstande alle vierdritteligen aus, indem er von jedem derselben einen Teil zur\u00fcckliess. Das Zahlenverh\u00e4ltnis des von diesem Abstande zur\u00fcckgebliebenen Teiles aber verhielt sich wie zweihundertsechsundf\u00fcnfzig zu zweihundertdreiundvierzig, und so war also die Mischung, von der er diese Teile abgeschnitten hatte, bereits ganz verwendet. Indem er nun diese gesamte Zusammenf\u00fcgung der L\u00e4nge nach zweifach spaltete, die Mitte der einen an die andern in der Gestalt eines Chi (X) f\u00fcgte, bog er sie zusammen und verband sie durch einen Kreis in eins, jede n\u00e4mlich der Stelle des (ersten) Zusammentreffens gegen\u00fcber mit sich selbst und mit der andern, umschloss sie rings durch die gleichf\u00f6rmige und in <em>einem<\/em> Raume kreisende Bewegung und f\u00fchrte den einen der Kreise von innen, den andern von aussen herum. Die \u00e4ussere Bewegung sollte, gebot er, der Natur des Selben, die innere aber der des Verschiedenen angeh\u00f6ren. Die des Selben f\u00fchrte er l\u00e4ngs der Seite rechts herum, die des Verschiedenen der Diagonale nach links. Doch das \u00dcbergewicht verlieh er der Umkreisung des Selben und \u00c4hnlichen; denn sie allein liess er ungespalten, die innere dagegen spaltete er sechsmal in sieben ungleiche Kreise, jede nach den Abst\u00e4nden des Zwei- und Dreifachen, deren je drei sind, und gebot den Kreisen, einander entgegen zu rollen, dreien n\u00e4mlich mit \u00e4hnlicher, den vier \u00fcbrigen aber mit einer unter sich selbst und jenen dreien un\u00e4hnlichen, aber verh\u00e4ltnism\u00e4ssigen Schnelligkeit. (Timaios 8, 33\/34)<\/p><\/blockquote>\n<p>Es lohnt sich, die einzelnen Aussagen genauer zu analysieren, um zu sehen, dass hier offensichtlich Anlehnungen an die Konstruktion einer Tonleiter zu finden sind. Im folgenden meine eigene Interpretation:<\/p>\n<table width=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"335\">&#8230;zuerst entnahm er einen Teil dem Ganzen, dann das Doppelte desselben, als Dritten das Anderthalbmalige des zweiten, aber Dreifache des ersten, als vierten das Doppelte des zweiten, als f\u00fcnften das Dreifache des dritten, als sechsten das Achtfache des ersten, als siebenten das Siebenundzwanzigfache des ersten<\/td>\n<td width=\"293\">Beschreibung einer Reihe<br \/>\n1 \u2013 2 \u2013 3 \u2013 4 \u2013 9 \u2013 8 \u2013 27<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"335\">&#8230;darauf f\u00fcllte er die zweifachen und dreifachen Abst\u00e4nde dadurch aus, dass er noch mehr Teile abschnitt und sie zwischen dieselben stellte, so dass sich zwischen jedem Abstande zwei Mittelglieder befanden, deren eines um denselben Teil der \u00e4ussern das eine \u00e4ussere \u00fcbertraf, um welchen es von den andern \u00fcbertroffen wurde, das andere dagegen um die gleiche Zahl das eine \u00fcbertraf und dem andern nachstand&#8230;<\/td>\n<td width=\"293\">Hier scheint es sich um das Aufteilen der Oktave mit Hilfe zweier Quinten zu handeln. Diese \u00fcberlappen sich in der Mitte um genau einen Ganzton, woraus die folgenden Verh\u00e4ltnisse von 2:3, 3:4 und 8:9 entstehen, n\u00e4mlich als Aufteilung der Oktave in Quart, Ganzton und Quart<br \/>\nz. B. C \u2013 f \u2013 g \u2013 c<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"335\">&#8230;da nun durch diese Verkn\u00fcpfungen zwischen den ersten Abst\u00e4nden anderthalb-, vierdrittel und neunachtelmalige Abst\u00e4nde entstanden&#8230;<\/td>\n<td width=\"293\">Es ergeben sich die Verh\u00e4ltnisse 2:3, 3:4 und 8:9 (entsprechen Quint, Quart und Ganzton!)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"335\">&#8230;f\u00fcllte er mit dem neunachtelmaligen Abstande alle vierdritteligen aus, indem er von jedem derselben einen Teil zur\u00fcckliess. Das Zahlenverh\u00e4ltnis des von diesem Abstande zur\u00fcckgebliebenen Teiles aber verhielt sich wie zweihundertsechsundf\u00fcnfzig zu zweihundertdreiundvierzig&#8230;<\/td>\n<td width=\"293\">Zwei Ganzt\u00f6ne (8:9) und ein Halbton (243:256) ergeben eine Quart (3:4), wie die Multiplikation zeigt:<br \/>\n8\/9*8\/9*243\/256 = 3\/4 (damit werden die zwei Tetrachorde der griechischen Musiktheorie definiert.)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Diese Interpretation weicht etwas von den \u00fcblichen ab \u2013 ohne eine Anspruch auf Korrektheit zu erheben. Das Ganz bleibt ein alternativer Vorschlag. Die g\u00e4ngigen Interpretationen \u2013 bis zur\u00fcck zum\u00a0 Handbuch von Nikomachus \u2013 sehen in der Passage \u00abso dass sich zwischen jedem Abstande zwei Mittelglieder befanden, deren eines um denselben Teil der \u00e4ussern das eine \u00e4ussere \u00fcbertraf, um welchen es von den andern \u00fcbertroffen wurde\u00bb die Konstruktion von harmonischem und arithmetischem Mittel.<\/p>\n<p>Was nun in dem Text folgt (die Konstruktion des Chi), ist ausgesprochen schwerverdauliche Kost, und es f\u00e4llt auch auf, dass beinahe alle Kommentatoren an dieser Stelle ins Stolpern geraten, sich in Absurdit\u00e4ten retten oder von einer durchaus luziden Deutung pl\u00f6tzlich in undurchsichtige Argumentationen fallen. Wir schieben deshalb die Diskussion kurz auf, um uns dem darauf folgenden zuzuwenden. Dieses scheint wieder recht klar zu sein. Aus der Konstruktion der Tonleiter leitet Platon nun \u2013 nachdem er auf eben diese schwer durchschaubare Weise von Intervallverh\u00e4ltnissen zu einem Gebilde aus mehreren konzentrischen Kreisen gekommen ist \u2013 den Bau der \u00abWeltseele\u00bb oder des Weltganzen ab, n\u00e4mlich das Weltall und unser Planetensystem, auf das er im sp\u00e4teren Dialog explizit Bezug nimmt:<\/p>\n<table width=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"335\">&#8230;umschloss sie rings durch die gleichf\u00f6rmige und in <em>einem<\/em> Raume kreisende Bewegung und f\u00fchrte den einen der Kreise von innen, den andern von aussen herum. Die \u00e4ussere Bewegung sollte, gebot er, der Natur des Selben, die innere aber der des Verschiedenen angeh\u00f6ren&#8230;<\/td>\n<td width=\"293\">Die \u00e4ussere Bewegung des Selben meint vermutlich den Sternentag, die innere, durch die Jahreszeiten differenzierte (Verschiedenen) das Sonnenjahr.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"335\">Die des Selben f\u00fchrte er l\u00e4ngs der Seite rechts herum, die des Verschiedenen der Diagonale nach links. Doch das \u00dcbergewicht verlieh er der Umkreisung des Selben und \u00c4hnlichen, denn sie allein liess er ungespalten&#8230;<\/td>\n<td width=\"293\">Die \u00e4usseren Grosskreise des Modells umfassen demnach den Himmels\u00e4quator und den j\u00e4hrlichen Weg der Sonne durch den Tierkreis (Ekliptik)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"335\">&#8230;die innere dagegen spaltete er sechsmal in sieben ungleiche Kreise, jede nach den Abst\u00e4nden des Zwei- und Dreifachen, deren je drei sind, und gebot den Kreisen, einander entgegen zu rollen&#8230;<\/td>\n<td width=\"293\">Aufbau des Planetensystems<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"335\">&#8230;dreien n\u00e4mlich mit \u00e4hnlicher&#8230;<\/td>\n<td width=\"293\">Sonne, Merkur, Venus<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"335\">&#8230;den vier \u00fcbrigen aber mit einer unter sich selbst und jenen dreien un\u00e4hnlichen, aber verh\u00e4ltnism\u00e4ssigen Schnelligkeit&#8230;<\/td>\n<td width=\"293\">Mond, Saturn, Mars, Jupiter<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Was soll man nun aber mit der dazwischenliegenden Konstruktion des Chi anfangen?<\/p>\n<blockquote><p>&#8230;indem er nun diese gesamte Zusammenf\u00fcgung der L\u00e4nge nach zweifach spaltete, die Mitte der einen an die andern in der Gestalt eines Chi (X) f\u00fcgte, bog er sie zusammen und verband sie durch einen Kreis in eins, jede n\u00e4mlich der Stelle des (ersten) Zusammentreffens gegen\u00fcber mit sich selbst und mit der andern.<\/p><\/blockquote>\n<p>Es scheint wahrscheinlich, dass Platon damit den Himmels\u00e4quator und die Ekliptik konstruiert, nach folgendem Muster:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-401 aligncenter\" src=\"https:\/\/musikphilosophie.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/platon1.jpg\" alt=\"\" width=\"287\" height=\"137\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Die zu einem Kreuz zusammengef\u00fcgten<\/em><br \/>\n<em>Teile werden zu Kreisen gebogen, die Himmels\u00e4quator<\/em><br \/>\n<em>und Ekliptik konstituieren.<\/em><\/p>\n<p>Welche Zusammenf\u00fcgung aber genau nun wie \u00abgespalten\u00bb wird, bleibt r\u00e4tselhaft. Es gibt dazu einige kluge und ein paar eher abwegige Spekulationen. Die Frage trifft nicht gerade ins Zentrum unserer Abhandlung. Wir wollen dem drohenden Sumpf deshalb fr\u00fchzeitig entrinnen.<\/p>\n<p>Im Timaios wird also das Bild einer Weltsch\u00f6pfung auf Basis der musikalischen Tonleiter entworfen, deren Motive wiederum auf \u00e4gyptische \u00dcberlieferungen zur\u00fcckzugehen scheinen. Aber auch in dem folgenden kurzen Dialog Kritias wird noch einmal auf die \u00e4gyptische \u00dcberlieferung angespielt. Es ist \u2013 ausser einer kurzen Erw\u00e4hnung im Timaios \u2013 die einzige literarische Darlegung des Atlantismythos. Der Mythos soll ursp\u00fcnglich \u00e4gyptischen Quellen entstammen, dann von Solon aufgezeichnet worden sein, der f\u00fcr die Atlantisbewohner allerdings griechische Namen verwendete. Diese Aufzeichnungen seien schliesslich in den Besitz des Berichterstatters Kritias gelangt.<\/p>\n<p>Wohl kaum eine antike Sage hat die Fantasie der Abendl\u00e4nder bis heute so befl\u00fcgelt wie die Geschichte der Insel Atlantis. Nicht wenige glauben an die historische Existenz des fantastischen Stadtstaates, wie er im Kritias sehr lebendig beschrieben wird. Das wegen Erdbeben und \u00dcberschwemmungen versunkene Land wurde dank der vagen Angabe \u00abvor dem Eingang der S\u00e4ulen des Herakles\u00bb in Nordeuropa, S\u00fcdamerika, der Karibik oder Keinasien vermutet und nicht wenige Expeditionen wurden schon ausger\u00fcstet, um ihm \u2013 \u00e4hnlich der biblischen Arche Noah \u2013 auf die Spur zu kommen. Andere Kommentatoren wollen im Atlantismythos bloss ein gedankliches Konstrukt sehen, das dazu dient, Platons Systematik der Staatsformen zu illustrieren.<\/p>\n<p>Der Rigveda-Forscher McClain hat aber eine weitere Theorie entwickelt, die zwar auch hoch spekulativ ist. Sie ist aber interessant und einleuchtend genug, um sie kurz darzustellen. Platon pr\u00e4sentiert in seinen Dialogen vier Modellst\u00e4dte: Kallipolis, das antike Athen, Atlantis und Magnesia. Letzteres wird im letzten Dialog, dem \u00abNomoi\u00bb, entworfen, Atlantis und das antike Athen im Timaios. Die Modellst\u00e4dte, die alle auch ein bestimmtes Staatsmodell exemplifizieren, stehen laut McClain f\u00fcr vier verschiedene M\u00f6glichkeiten, die vier Primzahlen 2, 3, 5 und 7 in ein Modell zu bringen (und damit ein rationales Tonsystem zu konstruieren)<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>.<\/p>\n<p>Atlantis stellt sich in den Grundz\u00fcgen durch Poseidon, den griechischen Gott des Meeres, folgendermassen dar:<\/p>\n<blockquote><p>An der Seek\u00fcste, gegen die Mitte der ganzen Insel, lag eine Ebene, die sch\u00f6ner und fruchtbarer als irgendeine gewesen sein soll. In der N\u00e4he dieser Ebene aber, wiederum nach der Mitte zu, befand sich vom Meer in einer Entfernung von etwa 50 Stadien, ein allerw\u00e4rts niedriger Berg; auf diesem wohnte ein Mann, namens Euenor, aus der Zahl der anf\u00e4nglich der Erde Entwachsenen, welcher die Leukippe zur Frau hatte. Beide erzeugten eine einzige Tochter, Kleito. Als das M\u00e4dchen bereits die Jahre der Mannbarkeit erreicht hatte, starben ihr die Mutter und auch der Vater; Poseidon aber, von Liebe zu ihr ergriffen, verband sich mit ihr und machte den H\u00fcgel, den sie bewohnte, zu einem wohlbefestigten, indem er ihn ringsum durch gr\u00f6ssere und kleinere G\u00fcrtel abwechselnd von Wasser und Erde abgrenzte, n\u00e4mlich zwei von Erde und drei von Wasser, die er mitten aus der Insel gleichsam herausdrechselte, \u00fcberallhin gleich weit voneinander entfernt, so dass der H\u00fcgel f\u00fcr Menschen unzug\u00e4nglich war, da es damals noch ebensowenig Schiffe wie Schifffahrt gab. Er selbst verlieh, als ein Gott, ohne Schwierigkeit der in der Mitte liegenden Insel fr\u00f6hliches Gedeihen, indem er zwei Fl\u00fcsse aus der Erde herauff\u00fchrte, deren eine seiner Quellen warm, die andere kalt entquoll, und der Erde Nahrungsmittel aller Art zur Gen\u00fcge entspriessen liessen.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Die \u00c4hnlichkeit mit der Erschaffung der Weltseele ist auffallend: Das Herausdrechseln von 2:3-Beziehungen und die konzentrischen Kreise finden sich dort im Wirtel und dem Planetenmodell, respektive der Himmelssph\u00e4re und Ekliptik.<\/p>\n<blockquote><p>Ferner zeugte er f\u00fcnf m\u00e4nnliche Zwillingspaare, liess sie auferziehen und verlieh, indem er die ganze Insel Atlantis in zehn Teile teilte, dem zuerst Geborenen des \u00e4ltesten Paares den Wohnsitz seiner Mutter und den diesen rings umgebenden Anteil, als den gr\u00f6ssten und vorz\u00fcglichsten, und machte ihn zum K\u00f6nig der \u00fcbrigen, die \u00fcbrigen aber zu Statthaltern.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Stadt wird in der Folge in mehreren Etappen ausgebaut:<\/p>\n<blockquote><p>Zuerst \u00fcberbr\u00fcckten sie die um den Hauptsitz laufenden G\u00fcrtel des Meeres, um nach aussen und nach der K\u00f6nigsburg einen Weg zu schaffen. Diese K\u00f6nigsburg erbauten sie aber sogleich vom Anbeginn in diesem Wohnsitze des Gottes und ihrer Ahnen; indem aber der eine von dem andern dieselbe \u00fcberkam, suchte er durch jedesmalige Weiterausschm\u00fcckung des Wohlausgeschm\u00fcckten seinen Vorg\u00e4nger nach Kr\u00e4ften zu \u00fcbertreffen, bis sie ihre Wohnung zu einem durch Umfang und Sch\u00f6nheit Staunen erregenden Bau erhoben. Denn vom Meere aus f\u00fchrten sie einen 300 Fuss breiten, 100 Fuss tiefen und 50 Stadien langen Durchstich nach dem \u00e4usseren G\u00fcrtel, durch welchen sie der Einfahrt vom Meere nach ihm wie nach einem Hafen den Weg bahnten, indem sie einen f\u00fcr das Einlaufen der gr\u00f6ssten Schiffe ausreichenden Raum er\u00f6ffneten.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>McClain geht davon aus, dass Atlantis an seiner Masslosigkeit zugrunde gegangen ist, und dass es eben gerade das ist, was Sokrates seinen J\u00fcngern vorzeigen will. Die Motivation sieht er im 2. Buch des \u00abStaates\u00bb, in dem Sokrates auf Zweifel seines Gespr\u00e4chspartners Glaukons am idealen, das heisst sich m\u00e4ssigenden Saat, das Szenario eines masslosen zu entwerfen beginnt:<\/p>\n<blockquote><p>\u00abAch, ich verstehe!\u00bb sprach ich. \u00abWir betrachten nicht nur die Entstehung irgendeines, sondern die eines \u00fcppigen Staates. Vielleicht ist das gar nicht schlecht. Denn wenn wir diesen untersuchen, erkennen wir vielleicht, wie Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit in den Staaten emporwachsen.\u00bb<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Allerdings ist McClains Theorie der harmonischen Entwicklung im Altertum sehr komplex, so dass wir uns hier auf die Grundz\u00fcge seiner Explikationen beschr\u00e4nken wollen.<\/p>\n<p>Der Mandala-\u00e4hnliche Bau von Atlantis und damit die Verwandschaft zu den zyklischen Harmoniemodellen der Rigveda und des pythagoreischen Weltbildes scheinen offensichtlich, ebenso das Heiratsmotiv und die Zeugung eines weiblichen Nachkommens als Ausl\u00f6ser der ganzen Entwicklung. In den f\u00fcnf Zwillingspaaren sieht McClain die erzeugenden T\u00f6ne f\u00fcr immer feiner unterteilte Tonleitern, die von den jeweiligen Erweiterungen der Stadt symbolisiert werden. Der innerste Ring liefert alles chromatische Material ausser dem Tritonus, der n\u00e4chst\u00e4ussere kreiert enharmonische Vertauschungen f\u00fcr alle T\u00f6ne, bis schliesslich der \u00e4usserste Ring ein System mit derart feinen Intervallen kreiert \u2013 n\u00e4mlich eine Unterteilung der Oktave in 121 Tonschritte \u2013, dass die Handelsleute \u00abbei solcher Menge am Tag und in der Nacht Geschrei, L\u00e4rm und Get\u00fcmmel aller Art erhoben\u00bb<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a>.<\/p>\n<p>Die Verfeinerungen f\u00fchren zu immer gr\u00f6sserer Dekadenz in der atlantischen Gesellschaft, die schliesslich zu ihrem Untergang f\u00fchrt.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Platon, <em>Der Staat<\/em>, 8. Buch, 546a-c, 367<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> a.a.O., 10. Buch, 616b-617d<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> a.a.O., Seite 630, Anmerkung 53 zum 10. Buch<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> McClain, Seite 161<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Platon, <em>Kritias<\/em>, zitiert nach der \u00dcbersetzung von Hieronymus M\u00fcller, rowohlts enzyklop\u00e4die, Hamburg 1994, Seite 113<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> a.a.O. Seiten 113\/114<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> a.a.O., Seite 118<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Platon, <em>Der Staat<\/em>, 2. Buch, 372e<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> <em>Kritias<\/em>, Seite 120<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Weltentstehungstheorien des Rigveda finden ein Echo in den Werken Platons \u2013 wie Platon selber erw\u00e4hnt \u00fcber den Umweg der \u00e4gyptischen Philosophie \u2013, vor allem in den Dialogen Timaios, Kritias und dem achten Buch des \u00abStaates\u00bb. Im diesem achten Buch entwirft Sokrates im Dialog mit Glaukos ein System der m\u00f6glichen Staatsformen. Die Betrachtung beginnt mit der Timokratie, das heisst, einer Form, in der die B\u00fcrgerrechte von Einkommen und Verm\u00f6gen abh\u00e4ngig sind. Am Anfang dieser Beschreibung wiederum steht wie ein Fremdk\u00f6rper eine Legende um die richtige Fortpflanzung des Volkes: Eures Geschlechtes fruchtbare und unfruchtbare Zeiten werden die F\u00fchrer des Staates, m\u00f6gt ihr sie auch zu Weisen erzogen haben, nicht durch Verstand noch Gef\u00fchl richtig treffen. Der richtige Augenblick eilt an ihnen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-400","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/musikphilosophie.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/400","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/musikphilosophie.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/musikphilosophie.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/musikphilosophie.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/musikphilosophie.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=400"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/musikphilosophie.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/400\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":402,"href":"https:\/\/musikphilosophie.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/400\/revisions\/402"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/musikphilosophie.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=400"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}